Wer in und um Moosbach spaziert, merkt schnell: Hier spielt die Natur und Gastlichkeit die Hauptrolle. Dichte Wälder, sanfte Hügel und ein weit verzweigtes Netz an Wander- und Radwegen prägen neben einem intakten Ortsbild die Marktgemeinde im Oberpfälzer Wald.
Dass dieser besondere Charakter nun auch offiziell gewürdigt wurde, freut nicht nur die Menschen vor Ort ganz besonders. Als erste Gemeinde im Landkreis Neustadt an der Waldnaab und erst zweite Gemeinde in ganz Bayern darf sich Moosbach seit Kurzem „Naturerlebnisdorf“ nennen. Bei unserem Besuch treffen wir Bürgermeister Armin Bulenda und Claudia Rieß, Leiterin der Gästeinformation. Für beide ist die Auszeichnung weit mehr als ein touristisches Qualitätssiegel.
Die Initiative für die Bewerbung ging von Claudia Rieß aus. Als sie erstmals vom Konzept der Naturerlebnisdörfer hörte, war ihr schnell klar, dass Moosbach vieles von dem bereits lebt, was hinter dieser Auszeichnung steckt. „Wir mussten nichts neu erfinden“, erzählt sie lächelnd. „Eigentlich haben wir nur sichtbar gemacht, was unsere Gemeinde seit vielen Jahren auszeichnet.“
Tatsächlich war der Weg zum Titel eine Gemeinschaftsleistung. Vereine, Gastgeber, Direktvermarkter und viele Ehrenamtliche brachten sich ein. Gemeinsam präsentierten sie der Jury einen Ort, in dem Natur, Regionalität und Gastfreundschaft selbstverständlich zusammengehören. „Diese Auszeichnung gehört nicht der Gemeinde allein“, betont Bürgermeister Armin Bulenda. „Sie gehört allen, die sich für Moosbach engagieren und unseren Ort mit Leben erfüllen.“
Was Moosbach so besonders macht, zeigt sich am besten draußen in der Landschaft. Rund 230 Kilometer markierte Wanderwege führen durch die abwechslungsreiche Natur des Oberpfälzer Waldes. Dazu kommen Radwege, Naturbadestellen, Aussichtspunkte und der beliebte Generationenpark am Gruberbach. Doch Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte. „Viele Gäste aber auch Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises suchen heute keine großen Attraktionen mehr, sondern Ruhe und echte Naturerlebnisse“, erklärt Claudia Rieß. Genau das finde man in Moosbach noch vielerorts: einen stillen Waldweg, einen schönen Ausblick oder einfach einen Ort zum Durchatmen. Wer hier unterwegs ist, merkt schnell, dass die Natur nicht Kulisse ist, sondern zum Alltag gehört.
Zum Naturerlebnisdorf gehört aber auch das, was die Menschen daraus machen. Regionale Produkte, familiengeführte Gasthäuser, gelebtes Brauchtum und ein aktives Vereinsleben prägen die Gemeinde ebenso wie die umliegende Natur. „Unsere Gäste schätzen die Authentizität“, sagt Armin Bulenda. „Sie erleben hier nicht etwas Inszeniertes, sondern eine Region, die sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat.“ Genau darin sehen die beiden auch die größte Stärke Moosbachs. Die Auszeichnung sei Anerkennung und Ansporn zugleich. Denn eines soll auch in Zukunft erhalten bleiben: das harmonische Zusammenspiel von Natur, Gemeinschaft und Lebensqualität.
Wer Moosbach besucht, versteht schnell, warum die Gemeinde nun den Titel Naturerlebnisdorf tragen darf. Hier wird Natur nicht nur gezeigt – hier wird sie gelebt.



